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Rauchenwicklung unklar, schwarzer Rauch aus dem Dach

Alarm: 27.05.2026 um 17.49 Uhr
Ortsfeuerwehren: Eng (HLF-LF20) | Gds (LF16-LF20-GWMess-ELW-MTF) | Lgh (TLF-DLK-LF20) | Kwd (ELW2) | Krw (MZF) | Sbg (TSFW-SW-MTF) | StBM | Stadt (KDOW1-KDOW2-Pressesprecher)
Einsatzart: Brandbekämpfung (B2)
Einsatzort: Godshorn, Gleiwitzer Str.

Großeinsatz in Godshorn: Feuer in schwer zugänglichem Innenhof

Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, wurde die Ortsfeuerwehr Godshorn um 17:49 Uhr zunächst zu einer unklaren Rauchentwicklung aus dem Dachbereich eines Gewerbebetriebes im Gewerbegebiet Godshorn alarmiert. Aufgrund weiterer eingehender Notrufe erhöhte die Regionsleitstelle Hannover das Einsatzstichwort noch während der Anfahrt auf „B2“. Daraufhin wurden zusätzlich Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Engelbostel, Langenhagen und Schulenburg sowie der Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) der Stadtfeuerwehr Langenhagen alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte Einsatzleiter Michael Schuster eine starke Rauchentwicklung im Bereich des Gebäudekomplexes fest. Ein offenes Feuer war zunächst nicht sichtbar. Erst nach intensiver Erkundung konnte der Brandherd lokalisiert werden. Das Feuer war in einem Innenhof ausgebrochen, der von drei Seiten umbaut und nur schwer zugänglich war. Dieser Bereich war von einer großen Lagerhalle, einer kleineren Halle mit Werkstattbereichen sowie einem Veranstaltungszentrum und einem ehemaligen Bürogebäude umgeben, das mittlerweile als Wohngebäude genutzt wird.

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten konnte sich das Feuer auf mehrere Gebäudeteile ausbreiten. Teile der Fassade der großen Lagerhalle wurden durch die Hitze beschädigt. Die Wohnungen im ehemaligen Bürogebäude wurden mittel bis stark verraucht, teilweise kam es dort auch zu erheblichen Brandschäden. Das Veranstaltungszentrum ist derzeit ebenfalls nicht nutzbar.

Eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte bestand darin, den eigentlichen Brandherd innerhalb der verwinkelten Gebäudestruktur schnell zu lokalisieren. Einsatzleiter Michael Schuster erklärte im Anschluss an den Einsatz, dass genau dies die größte Schwierigkeit im Einsatzverlauf gewesen sei, und bedankte sich gleichzeitig ausdrücklich bei allen eingesetzten Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei für die gute und professionelle Zusammenarbeit.

Zur Brandbekämpfung wurden zeitweise bis zu drei Trupps unter Atemschutz gleichzeitig eingesetzt. Da sich der Brand in schwer zugänglichen Bereichen innerhalb der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, kamen sogenannte „Fognails“ zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um spezielle Löschlanzen, die durch Dächer oder Wandverkleidungen geschlagen werden können, um Wasser beziehungsweise Löschschaum direkt in verborgene Brand- und Glutnester einzubringen. Dadurch können Brände in Zwischendecken oder Dachbereichen effektiv bekämpft werden, ohne größere Gebäudeteile öffnen zu müssen.

Im weiteren Verlauf wurde der betroffene Dachbereich zusätzlich mit Schaum geflutet. Anschließend belüfteten die Einsatzkräfte die betroffenen Gebäudeteile und kontrollierten das gesamte Dach mithilfe von Wärmebildkameras auf verbliebene Glutnester.

Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Eine Menschenrettung durch die Feuerwehr war nicht erforderlich. Die Bewohner der betroffenen Wohnungen konnten teilweise in ihre Wohnungen zurückkehren. Für weitere betroffene Personen wurden Unterbringungsmöglichkeiten organisiert.

Im Einsatz befanden sich insgesamt 52 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Der Einsatz für die Feuerwehr endete gegen 22:00 Uhr.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


Einsatz erfasst von Michael Schuster

Einsatzbilder

Bildquelle: D. Carlini