Geräte 
zurück zur vorherigen Seite


Funk- und EDV-Technik

Erfahren Sie Mehr aus dem Bereich Funk und EDV.

Alarmierung

Alle Notrufgesuche aus dem Stadtgebiet Langenhagen und darüber hinaus aus der Region Hannover gehen in der Regionsleitstelle Hannover ein. Der Leiststellendisponent eröffnet im Notrufgespräch einen Einsatz im Leitrechner. Der Einsatzleitrechner schlägt anhand eines durch den Disponenten eingegebenen Alarmstichwortes die zu alarmierenden Kräfte vor. Die Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) ist im Einsatzleitrechner ist dabei maßgeblich für die Alarmierung verantwortlich. Für jeden Bereich der Stadt Langenhagen wurde festgelegt, welche Gruppen oder Ortsfeuerwehren bei jedem Alarmstichwort alarmiert werden sollen. In die AAO spielen auch tageszeitabhängige Gegebenheiten (z.B. Tagesverfügbarkeit) einher.

Alle aktiven Feuerwehrleute der Stadtfeuerwehr Langenhagen sind mit einem kleinen Pager ausgestattet, dem sogenannten digitalen Meldeempfänger. Jeder DME wird je nach Ausbildung und Qualifikation des Feuerwehrkameraden/innen mit den verschiedenen RICs (Schleifen) programmiert.

Wird der Regionsleitstelle zum Beispiel ein Wohnungsbrand im Einsatzgebiet der Ortsfeuerwehr Godshorn gemeldet, wird nach der festgelegten Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) der RIC Vollalarm Feuerwehr Godshorn alarmiert. Diesen RIC besitzen alle aktiven Feuerwehrleute. Somit stehen viele Kameraden/innen für einen Einsatz zur Verfügung.

Bei kleineren Einsätzen, bei denen der Personalbedarf geringer ist können nur Teile der Kameraden/innen alarmiert. Dafür gibt es sogenannte Tagesrics. Des Weiteren besitzen einige Kameraden/innen, die eine spezielle Ausbildung für den Gerätewagen-Messtechnik, den Gefahrgutzug oder den Einsatzleitwagen 2 besitzen, einen eigenen RIC.

Seit dem Jahre 2005 wird die Stadtfeuerwehr nun mit den neuen digitalen Meldeempfängern alarmiert. Davor wurden die Feuerwehrleute ebenfalls über Funkmeldeempfänger alarmiert. Damals hingegen über analoge Empfänger, bei denen es auch hin und wieder zu Fehlalarmierungen kam.

Bei größeren Einsätzen wird wie früher die Sirene als weiteres Alarmierungsmittel eingesetzt. Betrachtet man die hohe Einsatzbelastung von durchschnittlich 550 Einsätzen pro Jahr, wird der Vorteil der stillen Melderalarmierung deutlich, ohne diese würden entsprechend oft die Sirene heulen.


Funk

Ohne eine funktionierende Kommunikation ist ein jeder Einsatz von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Die Kommunikation in einem Einsatz beginnt mit der Übernahme des Einsatzes durch einen Fahrzeugführer. Dabei meldet sich jedes abrückende Fahrzeug über den 4 m Funk bei der Leitstelle. Bei älteren Funkgeräten muss dabei das Ausrücken verbal mit einem Funkspruch weitergegeben werden. Hingegen besitzen neuere Funkgeräte einen sogenannten Statusgeber. Mit Druck auf eine Taste wird ein definierter Status über den Funkkanal dem Leitstellenrechner übermittelt. Der Disponent sieht unmittelbar die Statusänderungen und muss diese nicht mehr händisch eintragen.

Das Funkmeldesystem führt zur schnellen Kommunikation die folgenden Stati:


Status 1: Einsatzfahrzeug einsatzbereit und funkbesetzt
Status 2: Einsatzfahrzeug einsatzbereit im Feuerwehrhaus
Status 3: Einsatzfahrzeug ist abgerückt
Status 4: Einsatzfahrzeug hat die Einsatzstelle erreicht
Status 5: Sprechwunsch
Status 6: Nicht einsatzbereit / außer Dienst
Status 7: Patient aufgenommen (Rettungsdienst)
Status 8: Zielkrankenhaus erreicht (Rettungsdienst)
Status 9: Handquittung

Mit Nutzung kann der Funkkanal entlastet werden, da viele Standardfunksprüche mit einfachem Tastendruck übermittelt werden. Sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr besitzen solches 4 m Funkgerät. Im Bereich der Region Hannover wird der Kanal 466 verwendet, auf dem alle Fahrzeuge untereinander aber auch mit der Leitstelle kommunizieren können.

Der 4 m Funk ist bedingt durch seine Reichweite allerdings ungeeignet für die Kommunikation an der Einsatzstelle. Die gesamte Kommunikation aller an einem Einsatz befindlichen Einsatzkräfte wird durch die Verwendung von 2 m Funkgeräten sichergestellt. Die Funkwellen eines 2 m Funkgerätes reichen nur wenige Kilometer weit, sodass benachbarte Gemeinde- und Stadtfeuerwehren nicht beeinträchtigt werden. Ferner wurden für jede Gemeinde- und Stadtfeuerwehr Funkkanäle definiert. Dabei wurde darauf geachtet, dass gleiche Funkkanäle nicht von benachbarten Feuerwehren verwendet werden. In explosionsgeschützen Bereichen werden besonders geschützte Funkgeräte verwendet.


EDV

Die beiden Einsatzleitwagen 1 (ELW) der Ortsfeuerwehren Godshorn und Langenhagen und der Einsatzleitwagen 2 der Stadtfeuerwehr sind mit umfangreicher EDV-Technik ausgetattet. In den beiden ELW 1 ist jeweils ein PC festeingebaut. Herzstück der PCs sind Gefahrgut-Datenbanken, mit denen umfangreiche Informationen über die ausgetretenen Stoffe ermittelt werden können. Die erlangten Kenntnisse aus den Datenbanken sind in der Regel Grundlage von Führungsentscheidungen. Ferner ist auf den PC eine Software installiert, mit der ein Einsatz dokumentiert werden kann. In diese Software können alle einsatzrelevanten Informationen (wann war welches Fahrzeug an der Einsatzstelle, welche Maßnahmen/Funksprüche zu welchem Zeitpunkt getroffen wurden) eingetragen werden. Bei Abschluss des Einsatz kann über einen Ausdruck der Einsatz in einer Übersicht en detail dargestellt werden.

Über eine UMTS-Datenverbindung kann eine Internetverbindung aufgebaut werden. Über das Internet können erweiterte Informationen abgerufen werden. Zum Beispiel auch die entsprechende Rettungskarte eines verunfallten Fahrzeuges. Ein Multifunktionsgerät (Drucken, Scannen, Kopieren, Faxen) ergänzt die EDV-Ausstattung und eröffnet einen alten Weg der Kommunikation, das Faxen.

Neben dem PC stehen in den ELW umfangreiche Funkmittel zur Verfügung. Die ELW fungieren daher als mobile Kommunikationszentrale: Einerseits werden alle vor Ort getätigten Maßnahmen und Funksprüche dokumentiert. Andererseits ist der ELW im Einsatzfall erster Ansprechpartner für die Leitstelle und andere Einsatzfahrzeuge.